Wie wirke ich auf andere?

Wissen Sie, was andere über Ihre Marke sagen? Sagen Sie überhaupt etwas? Kennen Sie Ihren Markenwert und die Wirkung, die Sie auf andere haben? Sitzen Sie am Steuer Ihrer Marke und lenken Sie aktiv die Wahrnehmung anderer über Ihre Marke ICH?

 

In meiner langjährigen Berufspraxis als Angestellte und Führungskraft, aber auch jetzt als Unternehmerin habe ich sehr talentierte und kompetente Frauen kennengelernt. Viele dieser Frauen konnten jedoch diese Kompetenz ihrem Gegenüber bzw. mir auf Anhieb aber nicht vermitteln. Da ist zum einen der sog. „optische erste Eindruck“ und dann der Moment, bei dem sich die Frauen vorstellen müssen, d.h. sozusagen der „verbale erste Eindruck“. Können Sie die Standardfrage „Was machen Sie beruflich?“ auf den Punkt beantworten? Stocken Sie vielleicht und reden Sie eher „schwammig“ und drum herum, so dass sich der Fragesteller kein konkretes Bild von Ihnen und Ihrer Tätigkeit machen kann? Wenn ja, dann wird der erste Gesamteindruck von Ihnen eher negativ sein und eine große Chance vertan. Denn der erste Eindruck ist allesentscheidend. Binnen weniger Sekunden bilden wir uns eine Meinung über eine andere Person. Ist man erst einmal in einer dieser berühmt berüchtigten „Schubladen“ drin, dann Bedarf es erheblicher Aufwendungen, um aus dieser wieder herauszukommen. Während Angestellte innerhalb ihrer Firma noch die Möglichkeit haben, sich immer wieder neu zu beweisen bzw. zu überzeugen, besitzen Unternehmerinnen diese Möglichkeit in der Regel nicht. Stimmt der erste Eindruck nicht, dann ist dies oft gleichbedeutend mit einem „Auftragsverlust“. Deshalb ist es wichtig, sich regel-mäßig zu hinterfragen: Wie wirke ICH auf andere? Um diese Frage konkret beantworten zu können, sollten Sie deshalb stets eine Selbst- und Fremdbildanalyse vornehmen. Dies gilt natürlich für Männer und Frauen gleichermaßen, aber ich habe in der Praxis festgestellt, das Männer in puncto Selbstvermarktung oft wesentlich selbstbewusster und professioneller auftreten, als Frauen. Denn Frauen konzentrieren sich in der Regel mehr auf ihre Leistungen als auf Themen wie Selbstmarketing und Aufbau eines Expertenstatus.  

Ausstrahlung und Authentizität

Tipps zur Selbst- und Fremdbildanalyse:

  1. - Wie komme ich in Meetings und Präsentationen an?
  2. - Wie ist mein Auftreten und meine Wirkung auf andere?
  3. - Welchen Eindruck hinterlasse ich? 
  4. - Welche Ausstrahlung erziele ich durch meine Körperhaltung, Stimme und Körpersprache?
  5. - Wie sieht mein Fremdbild aus? Stimmen Ihr Selbst- und Fremdbild überein?

Fragen Sie Freunde, Bekannte und Kollegen nach ihrer Meinung. Schauen Sie sich Aufzeichnungen von sich an. Sollte es keine Aufzeichnungen von Ihnen geben, dann filmen Sie sich selbst, z.B. während Sie sich auf eine Präsentation vorbereiten. Was sehen Sie? Wie können Sie die gewünschte Wirkung erzielen? Achten Sie ganz besonders auf: Ihre Körperhaltung und Körpersprache (wie z.B. Mimik und Gestik) Sprache und Rhetorik und vor allem auf Ihr Styling.

 

Tipp: Das Thema Styling spielt hierbei eine besonders wichtige Rolle:

- Stimmt Ihr Kleidungsstil mit dem überein, wo Sie „karrieretechnisch“ hinwollen?

- Wie kleiden sich andere Frauen in der Position, die Sie zukünftig einnehmen möchten?

 

Achten Sie bitte immer darauf, das Sie sich nicht „verkleiden“, sondern passen Sie sich den Erwartungen und „Dress Code“ zwar an, aber bleiben Sie dabei trotzdem immer authentisch. Entwickeln Sie Ihren eigenen persönlichen Stil. Ihre Individualität können Sie z.B. in Form von Accessoires zum Ausdruck bringen. Holen Sie sich professionelle Unterstützung, wenn Sie für sich persönlich einen hohen Entwicklungsbedarf feststellen. Haben Sie Ihre „optische“ Wirkung , die Sie auf andere haben, optimiert, ist es nun an der Zeit, dass man Ihre Kompetenz nicht nur sehen, sondern auch hören sollte. 

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